Hawaii 2018 von unserem Dalibor Cesak

Wir gratulieren Dr. Dalibor Cesak zu seinem Ironman-Erfolg

Der Ironman auf Hawaii gilt als eines der härtesten Events im Sport und ist das Highlight der Triathlon-Saison: Die Teilnehmenden schwimmen 3,86 Kilometer, fahren 180,2 Kilometer Rad und laufen dann 42,195 Kilometer. Dieser Herausforderung stellte sich 2018 erstmals Dr. Dalibor Cesak, langjähriger Mitarbeiter im Praktikumsamt der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und seit 2015 an der Heidelberg School of Education verantwortlich für die Koordination des Praxisnetzwerkes. Bei insgesamt 2.384 Teilnehmenden kam Cesak auf einen grandiosen 719. Platz und blieb dabei sogar unter der 10 Stunden-Marke. Zu diesem Erfolg gratulieren wir ihm von Herzen.

„Ich will das Bild eines Menschen mit einer chronischen Erkrankung ändern“, sagt Cesak, bei dem bereits 2003 Morbus Bechterew diagnostiziert wurde, eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die zu einer Versteifung der Wirbelsäule führen kann. Cesak setzt sich ganz aktiv mit seiner Krankheit auseinander: „Körperbewegung begünstigt den Krankheitsverlauf und verlangsamt die Versteifung der Wirbelsäule“, erklärt der systemische Berater und Coach. Neben dem eigenen aktiven Umgang mit der Krankheit möchte er zudem andere motivieren, es ihm gleichzutun; laut Cesak geht daher zum Beispiel ein Teil seiner Sponsorenmittel an Kinderrheuma-Vereine.
Seine Kolleginnen und Kollegen unterstützen wiederum ihn: „Einen Ironman zu bestreiten, bedeutet unglaubliche Höhen und Tiefen zu durchlaufen. Das überwältigende Gefühl, dass ihr in euren Gedanken mit dabei seid, dass ihr mich anfeuert, mit mir fiebert, den Wahnsinn erkennt und trotzdem mittragt, wird mir Antrieb sein“, so Cesak vor dem Triathlon auf seinem Blog.

„Es ist mir eine Ehre, hier starten zu dürfen und ich bin stolz darauf, sich dafür durch meine sportliche Leistung qualifiziert zu haben“, so Cesak weiter. Wie groß diese Leistung war, hat sich am Samstag, 13. Oktober gegen 17.00 Uhr Ortszeit gezeigt: Dalibor Cesak überquerte die Ziellinie und hat damit sein Ziel, als „Daylight Finisher“ anzukommen, erreicht. Und mehr noch: Er brauchte für die insgesamt 226,255 Kilometer keine 10 Stunden! Zu dieser beachtlichen Leistungen gratulieren wir ihm herzlich und wünschen ihm weiterhin jede Menge lebensbereichernde Erfahrung beim Ironman 2018.

Wer Dalibor Cesak auf Hawaii folgen möchte, kann dies auf seinem persönlichen Blog unter myrheo.com/blog tun.

70.3 Portugal Christian holt die Qualifikation zur WM 70.3 für 2019

Hart erarbeiteter 2. Platz AK heute in Portugal 👍🏽

Der Tag hat hoffnungsvoll auf den ersten 800m im Atlantik begonnen, ab dann ging es irgendwie nur noch bergab (relativ betrachtet) 😅 Die nächsten 400m gab es Tritte, Schläge und viel Wasser zu schlucken. Schon nach 10km auf dem Rad setzten dann Magenkrämpfe und erschwerten meine Nahrungsaufnahme. Vielleicht war es zu viel „Fischsuppe“ aus dem Hafenbecken, vielleicht schlechtes Essen. Die Radstrecke konnte ich aber noch mir respektabler Leistung beenden. Jedoch graute es mir vor dem Laufen. Mit 1min Rückstand auf Position 3 liegend wusste ich nicht, wie ich mit solchen Magenprobleme hätte laufen sollen. Glücklicherweise konnte ich nach 3km meinen Rythmus finden und bis ca Kilometer 8 meine Leistung abrufen. Nach 5km konnte ich die Führung übernehmen und die auch ausbauen. Die fehlenden Minerale und Kohlenhydrate machten sich dann bemerkbar und Krämpfe in den Beinen setzten sein. Die 10km Durchgangszeit lag noch bei 37:30min, jedoch verlor ich ab dann mehr und mehr Zeit. Letztlich war es ein knapper 2. Platz mit 17sek Rückstand.

Harter Kampf, schmerzhafte Erfahrung, jedoch gehe ich nun mit dem WM Slot in die Saisonpause, was auch mein Ziel war 😉

Shoutout und ein ❤️-liches Dankeschön

70.3 Slowenien Koper Bericht von Frank Erle

Als Saisonabschluß habe ich mir dieses Jahr den Ironman-70.3 in Koper/Slowenien herausgesucht (1,9km swim – 90km bike – 21km run). Ein Grund für genau dieses Rennen war – neben dem späten Saisonzeitpunkt Ende September – mein Interesse an der Premierenveranstaltung in diesem landschaftlich sehr schönen Land. Am Vortag hätten die relativ hohen Wassertemperaturen die Verwendung des Neoprenanzugs knapp verhindert. Doch zum Glück hat eine leichte Abkühlung im Laufe des Samstags bewirkt, dass beim Schwimmen im Meer der Neoprenanzug doch erlaubt war – ein großer Vorteil gerade für die etwas schwächeren Schwimmer. Zum Schwimmen gibt es wenig zu erwähnen: Der „Rolling-Start“ hat allzu dichtes Gedränge verhindert und ich habe schnell meinen Rhythmus gefunden. Die Sichtweite im Wasser war prima und die Orientierung war einfach. Meine Zeit von 35:47min geht durchaus in Ordnung, insbesondere weil Schwimmstrecke mindestens 100m zu lang war.

Auch der Wechsel aufs Rad hat – ebenso wie der 2.Wechsel später zum Laufen – zügig und unspektakulär geklappt. Ein wenig Bedenken hatte ich wegen der zahlreichen Änderungen beim Radfahren: Sowohl das Zeitfahrrad mit elektronischer Schaltung und anderem Sattel ist brandneu, das pedalbasierte Leistungsmesssystem ist noch neuer ebenso wie der ausgeliehene Zeitfahrhelm. Glücklicherweise erwiesen sich die Bedenken als unbegründet, alles hat wunderbar funktioniert. Die Radstrecke ist sehr interessant. Die ersten 25km sind flach und führen teilweise direkt am Meer entlang, davon ein größerer Teil in Italien. Danach folgen zwei längere Anstiege und viele kürzere giftige Anstiege, die sich auf insgesamt knapp 1300 Höhenmeter addieren. Streckenabschnitte mit schlechtem Fahrbahnbelag, steile Abfahren von bis zu 15% Gefälle gefolgt von engen Abzweigungen und einige künstliche Bodenschwellen erfordern hier volle Konzentration. Besonders erwähnenswert ist hier die extrem enthusiastische Anfeuerung von den Zuschauern entlang der Radstrecke und v.a. von den freiwilligen Helfern an den Verpflegungsstellen. Meine Zeit von 2:43h für die 90km hat mir immerhin die 12.Radzeit unter mehr als 170 Startern in meiner Altersklasse beschert.

Beim Laufen habe ich schnell gemerkt, dass das anspruchsvolle Radfahren Spuren hinterlassen hat. Dennoch kam ich sofort in einen flotten Rhythmus und konnte das Laufen sehr konstant durchziehen. So waren z.B. die Kilometerzeiten im letzten Drittel nur rund 5 Sekunden langsamer als die Kilometerzeiten in der ersten Hälfte des Laufens. Insbesondere der 2.Teil der Laufstrecke ist sehr attraktiv. Hier geht es direkt am Meer entlang in das hübsche mittelalterliche Städtchen Izola. Ebenso wie die Schwimmstrecke war auch die Laufstrecke deutlich zu lang, so dass man von meiner Laufzeit von 1:40h bestimmt 2-3 Minuten abziehen muss. Kurios war hier, dass es vom 21km-Schild bis ins Ziel noch ziemlich genau lange 600m waren. Mit einer Gesamtzeit von 5:05h wurde ich 12. in meiner Altersklasse. Obwohl ich auf eine Top10-Platzierung gehofft hatte, bin ich aufgrund des sehr starken Teilnehmerfeldes durchaus zufrieden. Ein außergewöhnlich schönes Buffet im Finisherbereich und eine ebenso außergewöhnlich lange und gründliche Massage haben das Rennwochenende abgerundet. Insgesamt kann ich dieses Rennen auf jeden Fall sehr empfehlen. Nun freue ich mich über eine kurze Übergangsphase mit etwas geringeren Trainingsumfängen, bevor es mit voller Kraft und Motivation in die Saisonvorbereitung für 2019 geht.

Euer Frank

Bericht von unserem Trainer Mathias Pfähler zur 70.3 WM

Die Teilnahme an der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft war ein besonderer Höhepunkt in der Saison 2018. Die Qualifikation hatte ich Mitte Mai durch den 2. Platz in meiner AK beim Ironman 70.3 Rennen in Barcelona erreicht. Leider konnte ich dieses Jahr aufgrund verschiedener Umstände jedoch nicht so planmäßig und kontinuierlich trainieren wie erhofft, so dass eine gezielte Vorbereitung auf Wettkämpfe und insbesondere die 70.3 WM nicht möglich war. Daher waren die sportlichen Ambitionen entsprechend heruntergeschraubt, zumal wir auch mit der Reise nach Südafrika die Gelegenheit nutzen wollten, um dort Urlaub zu machen und dies ferienbedingt nur 2,5 Wochen vor dem Wettkampftermin am 02.09. möglich war. Somit war klar, dass das Training noch mehr improvisiert werden musste und die 70.3 WM nicht zu sehr im Vordergrund stand. Dennoch konnte ich eine positive Grundeinstellung im Urlaub aufbauen und mich auf das Rennen freuen. Die 70.3 Weltmeisterschaft in Port Elizabeth zeichnete sich vor allem durch ein international ultrastark besetztes Teilnehmerfeld (weltweit qualifizierte Profis + Altersklassenathleten), fordernde Streckenverhältnisse und Wetterbedingungen aus – Unter den gesamten Voraussetzung, bin ich daher mit meiner Leistung zufrieden. Ich hatte in allen Disziplinen meine Erwartungen zum Großteil erfüllen können. Schwimmen im Meer war für mich als eher schwächerer Schwimmer mit 34 min für die 1,9km in Ordnung, so dass ich mich im Mittelfeld befand. Beim Radfahren konnte ich nur überholen und die 3. schnellste Radzeit meiner AK erzielen. Beim Laufen musste ich leider etwas langsamer machen aufgrund Verdauungsprobleme (wg. eisgekühltem Iso u. Wassergetränk). Aber ich konnte einigermaßen das etwas reduzierte Tempo,  ohne größere Pitstops auf dem WC, halten und dennoch mit einer der schnellsten Laufsplits in meiner AK weiter Plätze gut machen, so dass letztendlich der 8. Rang meiner AK (von 470 Teilnehmer bei der Weltmeisterschaft) zu Buche stand.
Etwas schade, dass ich in der letzten Alters-/Startgruppe starten musste und man dann eine lange Wartezeit hatte (2h später als die 1. Startwelle), um dann sprichwörtlich hinter, dem ,Feld‘ herfuhr und auch das Wetter im Laufe des Rennens sich verschlechterte. So kam der stärkere Regen um die Mittagszeit als wir noch am Ende auf der Radstrecke fuhren, während Profis u. andere Agegrouper schon im Ziel waren.
Aber das soll keine Ausrede sein- denn meine Altersklassen- Kollegen- hatten ja das gleiche Problem.

Nach gut 2 Wochen aktiver und passiver Regeneration vom Triathlon, habe ich nun wieder Zeit (nicht wie im Frühjahr/Sommer) und Lust auf ein geregeltes Training und merke wie ich wieder in Form komme. Daher mein Entschluss bei der Challenge Sardinien (Mitteldistanz) am 28.10. zu starten, um dort zum Saisonabschluss noch mal gut vorbereitet ein Rennen zu absolvieren.

 

Bericht von Christian Trunk, WM 70.3 in Südafrika

Das WM Rennen ist vorbei und mit einem Tag Abstand bestätigt sich mein Gefühl: Es war ein sehr gutes Rennen und das Optimum, das ich hätte erreichen können. Mein Schwimmen ist weiter stetig verbessert, doch hier muss ich die Lücke zur Spitze in den nächsten 1-2 Jahren schließen, was die Hauptaufgabe im Winter sein wird. Das Radfahren war stabil und solide. Hier habe ich versucht, ein hohes Grundtempo zu wählen, bei dem ich anschließend auch schnell laufen kann. In Vergangenheit habe ich oft versucht, bereits auf dem Rad ganz nach vorne zu kommen. Diese Taktik hat sich ausgezahlt und ich war mit 1:18h auf den Halbmarathon der fünftschnellste Läufer, wohlgemerkt bei einer Weltmeisterschaft. Ich bin wieder richtig erstaunt gewesen, wie stark das Feld besetzt ist. In Europa könnte ich mit dieser Leistung wohl jedes Rennen gewinnen, bei einer WM reicht es zum 13. Platz. Das Gute dabei: Ich weiß, wo meine Probleme liegen und mit einem verbesserten Schwimmen, lande ich automatisch sehr viel weiter vorne. Meine Rad-Lauf-Kombi war mit eine der schnellsten. Ärgerlich war auch, dass ich es ohne Pannen bei den Wechsel in die Top Ten geschafft hätte.

Nach Safari in Afrika und etwas Training zu Hause, werde ich am 30.09. beim Ironman 70.3 Portugal starten, um mich direkt für die WM 2019 in Nizza zu qualifizieren. Dadurch erhoffe ich mir ein entspannteres Wettkampfjahr 2019. 

Heart Racer Junior Triathlon 2018

Am 9.9. war es endlich soweit und die Tria-Kids starteten beim Heart Racer Junior Triathlon. Nicht nur die Jugend sondern auch alle Schüler starteten mit Zeitnahme, für die Jüngsten war es das erste Mal. Die Wechselzonen wurden von jedem alleine eingerichtet, so wie es im Training auch geübt wurde. Mit dem Schwimmen und einem Massenstart auf jeder Bahn begann das Rennen. Jeder spurtete nach dem Schwimmausstieg schnell in die Wechselzone, zog Schuhe, Startnummer und Helm an. Fix wurde das Rad aus der Wechselzone geschoben und nach dem Wechselbalken rauf auf das Rad. Die Radstrecke war bekannt, da sie im Training schon abgefahren wurde. Zuletzt folgte ein Lauf, es wurde aber nicht gelaufen, sondern von Beginn ins Ziel gesprintet. Für alle war es ein toller Erfolg, wir freuen uns auf mehr, euer Trainerteam

Platz 2 beim Rodgau Triathlon für Christian Trunk

Da mein letzter Wettkampf 8 Wochen zurück liegt, nutzte ich die Olympische Distanz, um zurück in den Rennmodus zu kommen. Zwei Wochen vor der 70.3 Weltmeisterschaft war es zudem ein guter Formcheck. Das Rennen war für mich recht einsam. Der spätere Sieger Jan Petralia und ich gingen 25min nach der ersten Startgruppe auf die Schwimmstrecke. Es war also von Beginn an ein Kampf gegen die Uhr und es dauerte bis Laufkilometer 6, ehe Jan die Führung übernahm. Vergleichen mit ihm, sah ich mit meinen 35:50min auf die 10km eher aus wie ein Schulbub.

Trotzdem gutes Rennen, ohne wirklich ausgeruht zu waren. In einer Woche am 2.9.2018 kommt die IRONMAN 70.3 World Championship – ich freu mich!

15. Lorscher Triathlon

Gleich drei Podiumsplätze für die LSV Ladenburg beim Lorscher Triathlon über die Sprintdistanz, 500 m Schwimmen, 20 km Bike und abschließend 5 km Laufen. Insgesamt starteten 5 Trias und erzielten dreimal das Treppchen. Nicola Sawinski sicherte sich bei ihrem zweiten Start den 3. Platz ihrer Altersklasse. Beide Triathlon-Altmeister Roland Sawinski und Christian Dobirr gewannen souverän ihre Altersklasse.

Ergebnisse:                            hh:mm:ss

SAWINSKI Nicola                    01:19:16

RITTLINGER Evi                      01:30:12

DOBIRR Christian                   01:05:18

RITTLINGER Alexander          01:06:08

SAWINSIKI Roland                 01:06:20